| Das Thomasdenkmal auf dem Theresienstein | |||
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| Mit Gottlob Thomas kam 1861 ein Mann nach Hof, der sich große Verdienste erwarb. Ein kurzer Abriss seines Lebenslaufs: | |
| 1825 | in Thüringen als Sohn eines Maurermeisters geboren, durchlief die Dorfschule, 3 Jahre Lehrzeit als Maurer |
| 1844 | Beendigung der Wanderschaft Erlernung des Steinhauerhandwerks Fortbildung an einer Privatschule |
| 1851 | Polier am Spital Königshofen |
| ab 1852 | Tätig im Eisenbahnbau, 5 Jahre Bauaufseher der Königl. Eisenbahndirektion Würzburg |
| 1861 | Thomas kommt als Stadtbaurat nach Hof |
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Viele bauliche Veränderungen des Stadtbildes gehen auf ihn zurück: | |
| Stadterweiterung: | Fabrikvorstadt Bahnhofsvorstadt Marienstraße |
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| Tiefbau: | Wasserleitung | |
| Hochbauten: | Krankenhaus Pfarr Landkrankenhaus Schleizer Straße Neustädter Schule Altstädter Schule Sophienschule Kapelle im Friedhof | |
| Stadtverschönerung: | Ihr galt sein größtes Augenmerk | |
| Sein Gedanke: Exponierte Punkte sollen so gestaltet werden, dass sie zu landschaftsbestimmenden Faktoren werden, die die Menschen aus der Stadt herausholen in die freie Natur. | ||
| Thomas war maßgeblicher Mitbegründer des Verschönerungsvereins Hof und stand ihm ab 1875 ein viertel Jahrhundert lang vor. |
| Bemerkenswerte Auszüge aus seiner Rede zur Vereinsgründung: |
| Ästhetische Bildung fördert menschliche Glückseligkeit, erweckt das Wohlgefallen am Schönen, ist daher eine Aufgabe von Familie und Schule. |
| Die Erscheinungen des Himmels sind Schönheiten, welche des Menschen Sinn und Gefühl im höchsten Grad fesseln, aber auch das, was uns zunächst umgibt: Berg, Wald, Flur, Fels, Wasser, die zahllosen Geschöpfe, Reichtum und Mannigfaltigkeit der Vegetation stimmen den empfänglichen Sinn zur Freude am Schönen und zum Streben nach Schönheit und Ringen nach dem Ideal aller Vollkommenheit. |
| Bringt uns schon die Anschauung der Natur solche veredelnde Wirkungen hervor, so führt uns dies von selbst auf die Ortsverschönerung hin, ist also die Haupttriebfeder. |
| Mögen die Verschönerungen unserer Stadt, im Geiste reiner Ästhetik geleistet, zur kräftigen Erweckung des Wohlgefallens am Schönen dienen und dadurch ein mächtiges Mittel zur ästhetischen Bildung seiner Bewohner werden. |
| In seine Wirkungszeit als Vorstand fallen viele vom Verschönerungsverein erzielte Leistungen, beispielhaft seien genannt: |
| Erweiterung des Stadtparks am Theresienstein, Münch-Ferber-Anlage, Luitpoldhain, Pflanzungen und Grunderwerbe in Zobelsreuth, am Münster und am Schellenberg, die künstliche Ruine am Labyrinth, Renovierung des Wartturms, insgeamt 15 Pavillons, 116 Ruhebänke und 12 Tafeln. |
| Seine Rede zum 25. Vereinsjubiläum endete er mit den Worten: |
| Viele stehen dem Verein noch fern, mögen sie sich angespornt fühlen im Hinblick auf den Ruhm und die Ehre unserer Stadt und zum Wohl der erholungsbedürftigen Bürger an der großen Aufgabe, Hof und Umgebung zu verschönern, mitzuwirken! |